[Rezension] Ich liebe dich...und dich



"Können drei keiner zu viel sein?"

Meine Meinung:


Der Roman wird je nach Handlung von einer der drei Hauptpersonen erzählt. Die Handlung spielt einmal in der Gegenwart, welche nur langsam voranschreitet und einmal aus der Vergangenheit, von vor 4 Monaten, welche sich der Gegenwart annähert, um am Ende zusammen zukommen. Am Anfang fand ich es verwirrend, denn man bekam schon am Anfang Ausschnitte der Beziehung erzählt und nach und nach wurde der Hintergrund eingeführt. Es war eine interessante Erzählstruktur, aber für mich hätte der Roman auch funktioniert, wenn man am Anfang angefangen hätte und so die Entwicklung zeigt. 
Die Charaktere waren mir alle sympathisch und ich konnte mich gut in ihre Gefühlswelt einfinden und fand auch die meisten Handlungen nachvollziehbar. 
Melanie ist herzensgut und will niemanden verletzten, wodurch sie sich selbst eigentlich am meisten verletzt. Jonas hat bestimmte Wünsch und kann diese ihr auch äußern, ist aber selbst auch sehr verunsichert,  waren seine Beweggründe absolut nachvollziehbar. Tom fand ich bis zur Mitte des Buches ein wenig seltsam, doch nach und nach fand ich einen Draht zu ihm und seine Handlungen wurden sehr sympathisch ( auch im nachhinein).
Die Geschichte über Polygamie fand ich gut ausgearbeitet, da sie durch die Höhen und Tiefen, die gut ausgearbeiteten Gefühle der Protagonisten und auch durch deren Handlungen sehr glaubwürdig war und ich mir sowas auch sehr gut im realen Leben vorstellen kann. Melanie, Jonas und Tom machen sich nicht nur Sorgen um sich und ihre Beziehung, sondern denken auch an ihre Umwelt und wie diese zu so etwas sagen würde. es geht in dieser Beziehung nicht nur um das sexuelle Leben, sondern hauptsächlich um die Liebe dieser drei Menschen füreinander und das fand ich sehr schön.

Für mich war das Buch eine Überraschung und der einzige Kritikpunkt ist für mich wirklich nur der Aufbau der Geschichte, da der wechsel aus Gegenwart und Vergangenheit nicht hätte sein müssen. Deshalb 4/5 Punkten.

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