[Rezension] Das Herz der purpurnen Distel






Die Britischen Inseln, 1649 

Während die Nachwehen des Bürgerkrieges noch überall spürbar sind, wächst die junge Kendra MacAllan, halb Schottin, halb Engländerin, zu einer selbstbewussten Frau heran. 
Dank ihrem Vater genießt sie zuhause in Schottland außergewöhnlich viele Freiheiten, die in völligem Kontrast zu den Besuchen bei ihren adligen Großeltern in London stehen. 
Ihren Wurzeln zuliebe versucht Kendra beiden Welten gerecht zu werden, womit sie sich allerdings nicht arrangieren kann, ist die leidige Suche ihrer Großmutter nach einem angemessenen Ehegatten. Längst hat Kendra beschlossen, dass sie ihre kostbare Unabhängigkeit niemals gegen die Fesseln einer Ehe eintauschen wird. 
Als sie jedoch völlig unverhofft dem attraktiven Finley MacCarter begegnet, gerät ihre strenge Prinzipientreue ins Wanken. Kendra kann sich seinem bezaubernden Charme nicht entziehen und verliert nach und nach ihr Herz an Finley. 
Nachdem Kendras Vater jedoch von dieser Verbindung erfährt, setzt er ihr ein jähes Ende. Kendra wird mit der schmerzlichen Wahrheit konfrontiert, dass die Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft mit Finley unmöglich macht. 

Krampfhaft bemüht sich Kendra zu vergessen. Wird es ihr gelingen? 




Das Cover passt gut zum Titel und unterstreicht mit den Farben das historische Thema, da es vergilbt aussieht. Am Anfang hat sich mir der Titel nicht erschlossen, doch nach einiger Zeit wurde dann klar warum das Buch diesen Titel hat. Wirklich sehr passend und auch tiefsinnig gewählt.








Der erste Teil des Buches wird durch den Klappentext leider vorweg genommen, doch alles danach war eine Überraschung und mit so einer Geschichte hätte ich niemals gerechnet! Ich war angenehm überrascht, dass der Klappentext am Ende doch so wenig über den Verlauf des Buches preisgegeben hat.





Kendra, ist wirklich eine Distel. Sie hat ihre Ecken und Kanten, ihr Herz ist aber dennoch am rechten Fleck. Sie setzt sich für ihre Überzeugungen ein und steht zu ihrer Meinung, was zu so einer Zeit sehr bewundernswert ist, auch wenn sie in Schottland aufwuchs. Ihre Geschichte ist wirklich einzigartig und hat sie zu einem sehr spannenden Charakter gemacht.


Finley, weiß was er will. Er hat einen interessanten und starken Charakter. Er wollte nie so sein wie sein Vater und zeigt dies später auch. Er konnte mich mit seiner Einfühlsamkeit und auch mit all seinen anderen Charakterzügen für sich einnehmen.





Sophie Morrisons Schreibstil ist sehr angenehm. Sie beschreibt gezielt und dennoch ausführlich. Der Geschichtliche Hintergrund war sehr gut recherchiert und man merkte, dass sie weiß wovon sie schreibt. Sie haucht ihren Charakteren sehr viel Leben ein und gibt ihnen eine gute Mischung aus gut und böse, mit Ecken und Kanten und liebevollen Seiten.









Der Klappentext hat mich neugierig auf ein Thema gemacht, mit dem ich mich bis jetzt noch nicht wirklich beschäftigt hatte. Doch Sophie Morrisons Debütroman hat mich neugierig auf mehr gemacht. Sie  hat mich in die Wirren des Englisch-Schottischen Krieges geführt und mir die Unterschiede zwischen Engländer und Schotten gezeigt. Die Engländer mit ihrer Spießbürgerlichkeit, wo nach außen hin immer alles stimmen muss und im Vergleich dazu die Freiheitliebenden, aber auch Clanverbundenen Schotten.

Sie konnte mich mit ihren tollen Charakteren und gut inszenierten Szenen beeindrucken. Das ganze Buch hat mich mit immer neuen Wendungen sehr überrascht und war wirklich sehr unvorhersehbar! Das Ende hat mich verwundert, aber auch gefreut und ich bin total gespannt auf den zweiten Band!! Das Buch bekommt von mir 5/5 Punkte.


Ich danke Sophie Morrison für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!!


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