[Rezension] Die 100



Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ... 




Das Cover zeigt die Schauspieler der Serie, wovon die meisten im Buch überhaupt nicht vorkommen. Als Buchcover ist es daher nicht sehr gelungen.



Der Klappentext ist gut geschrieben, er gibt die nötigen Hintergrundinformationen um in das Thema einzuführen, aber hält genug zurück das sich Spannung aufbaut. Er hat mich auf jedenfall sehr neugierig gemacht.



Clarke, tritt für das ein was sie glaubt, ist aber auch nur schwer von ihrer Meinung abzubringen. Sie handelt nur selten Impulsiv und denkt sehr viel nach. Ihre Eltern wurden getötet, weil sie zu viel wussten und ihr Kind zu beschützen versuchten.
Bellamy, versucht das ganze Buch über seine Schwester zu beschützen, da auf der Ark sonst niemand eine Schwester hat. Er würde alles für sie tun und lässt sich auch von nichts davon abhalten. Er steht für seine Ideale ein und weiß auch für sie zu kämpfen.
Wells, kam auf die Erde um seine Liebe zu beschützen. Er sieht immer das Gesamtbild, aber vergisst auch die Menschen dahinter nicht, dennoch läuft für ihn vieles schief, da immer die falschen Schlüsse gezogen werden. Dennoch glaubt er an die richtigen Dinge und kämpft auch dafür.
Glass, kann nur an ihre Liebe denken.Sie würde alles für ihn tun. Sie kann sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und verachtet ihre Mutter dafür, dass sie kein Verständnis hat. Sie sieht auch die großen Ungerechtigkeiten auf der Ark und hofft auf ein besseres Leben mit ihrem Liebsten und würde dafür auch sterben.
Octavia, wurde ihr ganzes Leben lang nur versteckt gehalten, da sie das zweite Kind in der Familie ist und dies nicht sein darf. So ist sie auch sehr auf ihre Freiheit bestrebt und setzt mit aller Macht durch frei zu sein, wodurch sie ihren Bruder immer wieder vor den Kopf stößt. Sie steht aber auch für andere Menschen ein und sieht nicht nur das schlechte in einem Menschen.



Ich fand den Schreibstil von Kass Morgan sehr angenehm. Doch leider waren die Wechsel der Sichtweise meist dann wenn es spannend wurde, wodurch ein dauerhafter Spannungsbogen leider nicht vorhanden war. Ebenso waren viele Fehler im Buch, oft waren namen oder Orte vertauscht, wodurch ich manchmal wirklich verwirrt war. 



Die Grundidee von Kass Morgan ist sehr gut und ich habe mich auch im Buch gut unterhalten gefühlt, da man durch die verschiedenen Perspektiven auch unterschiedliche Blickwinkel auf die Welt bekommt. Das mit den zwei Erzählsträngen fand ich gut gelöst, da man dadurch beide Welten nicht aus dem Blick verlor. Leider fand ich das Ende ziemlich gemein und ich hoffe, dass nun im nächsten Band mehr Spannung aufkommt.
Ein guter Auftakt der Triologie mit einem gemeinen Cliffhanger, der mich fast schon dazu zwingt den zweiten Teil zu lesen. Wegen der kleinen Schwächen von Cover und Schreibstil/Spannungsaufbau, gebe ich dem Buch 3/5 Punkte.


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