[Rezension] Thoughtless - erstmals verführt




 Ein durchschnittliches Cover für ein Buch dieses Genres. Ein Liebespaar, welches sich küsst.  Nichts neues also.



Der Klappentext deutet ja schon darauf hin, worum es in diesem Buch geht – um Betrug. Und das ist normalerweise kein Thema bei dem ich Spaß verstehe, auch wegen persönlichen Erlebnissen. Doch durch viele positive Meinungen wollte ich es dann doch lesen.



Kiera, ist gerade mit Denny quer durch die USA gezogen. Als er dann auf Geschäftsreise muss ist sie sehr verzweifelt und traurig, was ich sogar noch verstehen konnte. Doch als sich irgendwann zwischen ihr und Kellan mehr entwickelt und sie nichts dagegen unternimmt, sondern es als unschuldig abtut (Obwohl es das nicht ist) wurde ich sauer. Umso mehr der Roman sich entwickelte und fortschritt, umso unsympathischer wurde mir Kiera. Sie kann sich einfach nicht entscheiden und tritt somit sämtliche Gefühle mit Füßen.

Denny, war mir von Anfang an sympathisch. Er kümmert sich liebevoll um Kiera. Der Zeitpunkt für die Reise ist ungünstig, aber wenn es sein Traum ist hätte ich es auch gemacht und ich fand es schade das Kiera ihn nicht mehr unterstützt hat. Ich kann gut mit ihm mitfühlen und ihn absolut verstehen. Dennoch hätte ich am Ende nicht ganz so gehandelt wie er.

Kellan, ist der typische Rocker, mit seinem Image und seinem Aussehen, aber natürlich auch mit seinem Hintergrund. Irgendwie kenne ich diesen Typus nun schon so in und auswendig auch aus anderen Büchern, dass ich wirklich genervt bin. Er kann zwar noch so süß sein und gut aussehen und singen, aber viele Menschen hatten eine schwere Kindheit.



S.C.Stephens Schreibstil war noch das Beste an diesem Buch. Die Seiten lassen sich schnell weglesen und auch die Sprache ist einfach und verständlich.



Wie ihr meiner Charakterbeschreibung vielleicht schon entnehmen könnt bin ich nicht begeistert von diesem Buch. Wenn ich ehrlich bin gibt es kaum ein Buch das so viele negative Gefühle in mir ausgelöst hat.
Der Anfang ist noch gut. Schön geschrieben und auch die Gefühle von Kiera und Denny kommen gut raus. Doch als die ganze Geschichte mit Kellan dann anfängt dachte ich immer wieder: „Bist du so doof und siehst die Anzeichen nicht oder willst du sie nicht sehn?“ Irgendwann wusste ich dann, dass sie sie einfach verdrängt hat. Es war so offensichtlich, dass nichts an dieser Freundschaft unschuldig bleiben würde. Als Denny dann zurückkommt tut sie so als sein alles beim Alten und erzählt ihm nichts. Und dann schließen sie und Kellan diesen bescheuerten Packt, bei welchem auch von vornherein klar war, dass er zum Scheitern verurteilt ist. Als sie es dann immer weitertrieben (im wahrsten Sinne des Wortes) musste es natürlich auffliegen. Alle waren verletzt und allen wurde wehgetan.
Ich glaube ich habe wirklich in meinem ganzen Leben ein Buch bzw. einen Charakter so sehr angeschrien wie Kiera. Wie kann man nur so……….sein?

Nun ja, mit dem Ende bin ich deswegen auch nicht zufrieden, es ergibt für mich einfach keinen Sinn.
Ich werde mir deswegen auch den zweiten Teil nicht antun und kann dem Buch nur 2/5 Punkte geben. 



Ich danke dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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