[Rezension] Die Fee im Absinth





Die Nachtschwärmerin Velda lebt nach dem Motto: Wir brauchen Glamour, weil wir die Wirklichkeit schon kennen. Getrieben von der Sehnsucht nach Einzigartigkeit, der großen Liebe und einem Plan vom Leben, verbringt sie nach dem Abbruch ihres Kunststudiums ihre Tage mit schlecht bezahlten Nebenjobs und ihre Nächte in schummrigen Bars. Dort trifft sie auf die optimistische Grace, die ihre Hoffnungen und Träume mit ihr teilt und die glaubt, dass das Beste noch vor ihnen liegt. Doch auch, als die zwei jungen Frauen meinen, endlich ihrem Mr. Perfect begegnet zu sein, werden ihre Probleme eher mehr, denn weniger… Das Leben von Velda und Grace erfährt eine neue Wendung, als sie der mondänen und extravaganten Film-Noir-Diva Estelle begegnen. In ihren Erzählungen nimmt sie die beiden mit zu den verschiedenen Stationen ihres bewegten Lebens, das sie stets mit Eleganz, Unerschrockenheit und absoluter Kompromisslosigkeit geführt hat. Sie bestärkt die beiden darin, aus ihrem Leben das zu machen, was es sein sollte: eine einzigartige Geschichte. Ein bezaubernder Frauenroman für alle mit einem Sinn für Romantik, Nostalgie und Glamour.




Es fühlt sich toll an in der Hand, so samtig und weich. Die Farben sind toll und besonders der Spiegel hat es mir angetan!



Der Klappentext verspricht ja schon, dass es eine Geschichte wird die sehr in den träumen hängt und die Sehnsüchte anspricht. Dennoch hatte ich mir etwas anderes vorgestellt, doch auf das Buch trifft er zu 100 % zu.



Velda, ist eine Träumerin. Sie hat nicht viel übrig über das normale leben, mit seinen Gewöhnlichkeiten. Sie möchte Glamour in ihrem Leben und das Außergewöhnliche. Doch so stellt sie leider ziemlich hohe Ansprüche in sich und andere. Oft verträumt sie ihr Leben, statt aktiv etwas dafür zu tun. Und zu oft hat sie leider auch mitleid mit sich selbst.

Grace, ist da schon bodenständiger. Zwar möchte auch sie den Glamour in ihrem Leben haben, doch geht sie mit offeneren Augen durch die Welt und ergreift ihre Gelegenheiten. 

Estelle, ist glamourös. Sie ist eine Diva des Film Noir und verhält sich auch in ihrem Alter noch so. Ihre Geschichten waren zwar unterhaltsam, doch fand ich sie sehr extrem. Dennoch gibt sie Velda und Grace gute Ratschläge und steht ihnen zur Seite.



Janina Venn-Roskys Schreibstil ist eigentlich sehr angenehm. Hin und wieder ist er ein bisschen hochgestochen, doch darüber kann man hinweg sehen. Man kommt flüssig durch das Buch und ihre Erzählungen sind schön bildhaft.



Die Geschichte war anders. Anders als vieles was ich schon gelesen habe. Ich fand die Geschichten in der Geschichte (Erzählungen von Estelle) sehr unterhaltsam und schön geschrieben, doch fand ich nur selten das sie etwas zum Fortschritt der Gesamtgeschichte beigetragen haben. Dadurch entstanden für mich Längen die ich manchmal gerne übersprungen hätte. Auch war mir Velda manchmal zu verträumt. Ihren Ansprüchen konnte man eigentlich nicht gerecht werden und ständig suchte sie die Schuld bei anderen, nie bei sich selbst. Allerdings hat sie in dem Buch eine Veränderung durchgemacht, was ich sehr positiv finde! 
Alles in allem gebe ich dem Buch 3/5 Punkte,  da die Erzählungen unterhaltsam und lehrreich waren und  man bei Velda eine Entwicklung gesehen hat.


Ich danke Janina Venn-Rosky für das Rezensionsexemplar!

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