Das Recht auf Glück


Heute Abend hörte ich, dass das Motto der Berlinale lautet: "Die Suche nach Glück bzw. das Recht auf Glück".
In dem Bericht kam die Frage auf wie man Glück zu definieren und dieses Motto zu verstehen hat. Für mich ist das eine ziemlich spannende Frage.
Wer hat das Recht auf Glück? 
Die Beantwortung dieser Frage ist ziemlich einfach, JEDER! In meinen Augen hat jeder Mensch das Recht auf Glück (Recht nicht im juristischen Sinne). Jeder Mensch lebt doch um sein Leben besser und somit auch glücklicher zu machen. Wir wollen doch Glück von anderen bekommen und auch selbst Glück schenken. 
Ich denke der Verfasser dieses Mottos hat sich stark auf die politische Situation in unserem Land bezogen. Im Moment kommen viele menschen zu uns die auf ein besseres, sicheres und auch GLÜCKLICHERES Leben hoffen. Wer wünscht sich das nicht? Und kann man es ihnen verwehren nach all dem was sie durchgemacht haben? Und in dieser Frage liegt das Problem. Den es gibt Menschen die ihnen dies verwehren wollen. Das Glücklich und unbeschwert sein. Ein sicheres zu Hause, ein sicheres Aufwachsen und ein sicheres Leben. Natürlich kann man sagen, dass unser Land dem nicht gewachsen ist und weiter gegen sie hetzten , Flüchtlingsheime anzünden und Protestieren. Stattdessen sollte man aber lieber versuchen eine Lösung zu finden. Wir kleinen Teile unseres Staates müssen helfen eine Lösung für alle zu finden. Wenn wir darauf warten, dass uns von oben etwas diktiert wird, können wir lange warten. Und dies liegt weniger daran, dass die Regierung nichts unternimmt, sondern eher an unserer sperrigen deutsche Bürokratie. Wir alle müssen uns überlegen wie es weitergehen kann. Wie man die Menschen integriert, wie man ihnen hilft sich in der Gemeinschaft nützlich zu machen und wieder eine Aufgabe zu haben. Wie man ihnen auch hilft wieder glücklich zu werden, das Traumatische zu verarbeiten und nach vorne in eine bessere, ja glücklichere Zukunft zu schauen. Ich will nicht sagen das dies nicht schwer wird, und auch nicht, dass man nicht härter durchgreifen sollte bei Kriminalität und Gewalttaten. Aber ich will sagen, dass man die die nichts von all dem getan hat auch verurteilen darf. Man sollte sich über jeden Menschen erst ein Bild machen, bevor man seine Meinung über ihn fällt. Man selbst will schließlich auch nicht vom ersten Blick an in eine Schublade gesteckt werden. Und dennoch ist Schubladendenken immer noch alltäglich. Obwohl man doch meinen sollte, dass wir in unserem so fortgeschrittenen Land, mit unserer Hintergrundgeschichte, etwas gelernt haben. Nämlich das jeder eine Chance verdient.
Und außerdem empfinde ich es so, dass wir die Verursacher all dieses Elend sind. Wir Industrieländer meinen ärmere Länder ausbeuten zu können. Wir haben dafür gesorgt das der Diktator Syriens gestürzt wurde, damit die Demokratie einziehen kann. Und wofür haben wir gesorgt? Für einen Bürgerkrieg der nicht mehr endet, für genau diese Flüchtlingswellen über die wir uns jetzt beschweren. Und all das nur, weil wir meinten unsere Regierungs- und Wirtschaftsform wäre die Beste. Wir wollten die neue Regierung einsetzten und hofften dadurch auf einen besseren Zugang zu den Rohstoffen dieses Landes. Ich will damit nicht sagen, dass ich eine Diktatur gut heiße, doch das Land war einigermaßen stabil. Jetzt ist es in einen religiösen und machtpolitischen Kampf geraten aus dem es nur schwer wieder herauskommen wird. Ich finde wir zahlen einen hohen Preis für unsere Überheblichkeit. Und viele können nicht anderes als sich zu beschweren, statt das große Ganze zu sehen.
Ich weiß ich bin ziemlich vom eigentlichen Thema abgekommen, nämlich dem Recht auf Glück. JEDER hat das Recht auf Glück. Wir suchen jeden Tag nach dem Glück, versuchen es in uns, in anderen, in der Welt zu finden. Und wenn man es gefunden hat, will man es nicht mehr loslassen. 

Die Berlinale beschäftigt sich dieses Jahr mit verschiedenen Formen des Glücks, bzw. dem Streben nach Glück. Aber es läuft immer darauf hinaus das alle versuchen glücklich und sicher zu Leben. So ist es für mich auch keine Frage ob Glück ein Menschenrecht ist oder nicht, sondern eher eine eindeutige Aussage:
Jeder hat ein Recht auf Glück!
 Und dabei ist es ganz egal, wie, wo und wann wir unser Glück finden. Es kommt nur darauf an DAS wir es finden. Wir können uns und andere mit so vielen kleinen Dingen glücklich machen. Mit leckerem Essen, mit einer Stunde zu zweit, mit einem Tag bei der Familie. 

Wie seht ihr das? Also nicht unbedingt eure Meinung zu den Flüchtlingen bzw. zu meiner Meinung darüber, sondern eher das Recht auf Glück. 

Und übrigens: In der Decleration of Indipendence steht:
We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed, by their Creator, with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty, and the pursuit of Happiness.
Denkt darüber nach, denn Amerika ist im Moment das Land, welches je nachdem welcher Kandidat neuer Präsident wird, den Zaun nach Mexico verstärken will, wenn nicht sogar eine Mauer bauen. Das Land, welches alle Muslime aus dem Land werfen und ihre Einwanderung stoppen will.  

P.S.: Ich hab in diesem Post ziemlich viel Frust abgelassen und einfach mal alles niedergeschrieben. Es kann auch sein das es keinen wirklichen roten Faden gibt, oder auch manche Dinge aus dem Zusammenhang gerissen scheinen, das hatte ich nicht beabsichtigt.
Eventuell werde ich diesen Post auch wieder löschen.

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