[Rezension] Die Kinder der Kirschblüte - Die Kinder erwachen



Hanna ist einsam. Sie hasst ihr Leben, die Welt, sich selbst. Nur im Internet findet sie Freunde und Verständnis. Als ihre Online-Clique plant, ein Zeichen zu setzen, sich zu wehren, gegen all die Arschlöcher und Mobber da draußen, da geraten die Dinge sehr schnell außer Kontrolle. Doch Hanna hat eine ganz besondere Gabe, eine Kraft von der sie bisher nichts wusste. Als diese Gabe durch Zufall in Hanna erwacht, ist nichts mehr wie es einmal war. Gejagt von der Polizei und einem mächtigen, unbekannten Feind geht es plötzlich um alles - denn es gibt kein Zurück mehr: Die Kinder der Kirschblüte sind erwacht.



Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es sieht sehr mystisch aus die Farben und Formen harmonieren toll. Die Frau soll denk ich Hanna darstellen. Gut finde ich auch den Bezug zu den Kirschblüten.



Der Klappentext hinterließ bie mir ein ungutes Gefühl. Er zeigte sich sehr dunkel und mystisch. Für mich zeigt er schon die depressive Grundstimmung dieses Buches und welches Thema vorrangig thematisiert wird.




Hanna, will nicht mehr Leben. Sie sieht keinen Sinn mehr darin sich den Kampf anzutun. Sie ritzt sich häufig und findet nur in Internetforen Bestätigung von Menschen die ähnliches erleben. Nur neuerdings scheint sich ein kleiner Lichtblick zu zeigen. Und zwar in Sven. Dieser und einige andere haben in den Internetforen einige Dinge geplant um es ihren Peinigern heimzuzahlen, doch alles geht schief. Über all dies entdeckt Hanna in sich eine unerklärbare Magie.



Der Schreibstil ist klar und einfach gehalten. Dennoch gab es auch viele versteckte Botschaften. An vielen Stellen musste man zwischen den Zeilen lesen um die unterschiedlichen Nuancen von Hannas Gedanken und Emotionen zu erkennen. Mir hat dies jedoch gefallen, weil ich dadurch mitdenken und mich auch tief auf das Buch einlassen musste.Oft war es mir allerdings auch zu verworren und man musste sich den Hintergrund denken. Ebenso kam es mir so vor, dass erwartet wurde diese Thematik zu kennen.




Es war schwer für mich, mich auf die Gefühlswelt von Hanna und ihren Freunden einzulassen. Auch über das Leben im Internet und ihre Pläne war ich ziemlich erschrocken. Interessant fand ich jedoch die Kapitel der Rückblende, wenn Sarah anfing zu erzählen. Ihrer Geschichte folgte ich gerne, sie war mir vom Charakter her näher als Hanna. Dennoch fand ich es ziemlich interessant die Geschichten zu verfolgen, als ich den Zusammenhang darin erkannte. Gegen Ende wurde die Geschichte auch sehr rasant und ich konnte sie kaum noch aus der Hand legen.
Dennoch bleiben als Kritikpunkte Hanna, da sie mir als Charakter kaum näher kam. Auch in die anderen konnte ich mich nur schwer hineinversetzten. Die Thematik ist auch nicht einfach und ziemlich bedrückend. 
An diesem Buch sieht man sehr gut, dass Mobbing zu häufig passiert und auch nur wenig dagegen unternommen wird. Außerdem zeigt es auch das die sozialen Netzwerke zwar einen Fluchtweg aufzeigen, die Kinder und Jugendlichen sich darin aber auch oft verlieren und teilweise auch eine Radikalisierung entsteht, bzw. der Wunsch es ihren Peinigern heimzuzahlen.
Von mir bekommt das Buch 3/5 Punkte, da die Thematik nicht einfach war und auch als fast selbstverständlich angesehen wurde. Hanna und auch die anderen waren mir selbst nicht nah genug, die Rückblenden mit Sarah haben mir allerdings sehr gut gefallen.

Ich danke Cardo Polar für das Rezensionsexemplar!


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