[Interview] Nike Mangold


Nike Mangold schreibt Historische  und Liebesromane. "Die Orangerie" ist ihr erster Historischer Roman! Ihr Buch hatte einige Interessante Ideen und auch die historischen Fakten waren mir noch nicht bekannt. Meine Rezension dazu könnt ihr hier nachlesen! Ich freue mich sehr, dass sie meine Fragen beantwortet hat.


Das Schicksal hat mir Benedict als Belohnung für das tugendhafte Leben geschickt, das ich seit sieben Jahren führe. Weil ich nicht mehr stehle, darf ich nun die Frau an seiner Seite sein [...]“ Elle träumt von der Heirat mit ihrem adeligen Freund und einem Aufstieg in Münchens bessere Kreise. Bis es soweit ist, arbeitet sie als Wirtschaftsprüferin. Als mit Karim ein Mann aus ihrer Vergangenheit auftaucht und ihr Glück bedroht, flieht sie Hals über Kopf. Sie nimmt einen Auftrag an, der sie auf ein Schiff führt, auf dem ein blinder Passagier lebt. Doch Karim lässt sich nicht so leicht abschütteln. Und dann ist da auch noch eine alte Versuchung ...

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Hamburg, 1905: Eine junge Frau aus dem Elendsviertel der Stadt erlangt durch ihr Zeichentalent eine Anstellung im vornehmen Harvestehude. Dort entdeckt sie den Tempel der Botanik, verliebt sich in einen Nudisten, kämpft gegen eine raffgierige Kaufmannsgattin und beteiligt sich unwissentlich an einem gigantischen Betrug.

Reiche Hanseaten prägten über Jahrhunderte das Bild Hamburgs. Doch kaum jemand weiß heute noch, wie die kleinen Leute einst lebten. Dabei waren sie es, die das Herz der Stadt bewohnten. Dort, wo heute die Mönckebergstraße verläuft, drängten sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Zehntausende in mittelalterlich engen Wohnungen und ärmlichen Verschlägen. 

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Danke für die Beantwortung meiner Fragen!


Und hier wie immer die Selbstbeschreibung in 3 Worten!


Neugierig, rastlos, frohgemut

1. Wie kamen sie auf die Idee zu "Die Orangerie"?

Beim Stöbern nach neuem Lesestoff bin ich zufällig auf das Buch des Hamburger Historikers Geerd Dahms »Das Hamburger Gängeviertel - Unterwelt im Herzen der Großstadt« gestoßen, habe es mir sofort gekauft und verschlungen. (Ich habe es auf einer langen Autofahrt begonnen, und das will bei meiner Reiseübelkeit etwas heißen ...) Das Buch ist so faszinierend, weil es eine Hamburger Unterwelt beschreibt, die sich einst an einem Ort befand, wo man sie heute absolut nicht vermutet würde.

2. Warum eine Geschichte aus Hamburg? Steckt dahinter etwas Autobiographisches?
Hamburg ist meine Heimatstadt, das hat mir allerdings beim Schreiben wenig geholfen, denn die Welt der Hauptfigur existiert so nicht mehr. Teilweise spielt die Geschichte allerdings auch in Harvestehude, und an den prunkvollen alten Villen, die dort stehen, kann man immer noch vorbeispazieren.

3. Wird noch ein zweiter Teil erscheinen?
Das weiß ich noch nicht. Ausschließen würde ich es nicht. Die Figuren des Buchs sind noch jung, die können noch viel erleben ...

4. Gibt es Ideen für andere Bücher?
Ja, ich habe Ideen für zwei Bücher und kann mich im Moment nicht entscheiden, welcher ich folgen soll. Darum vertreibe ich mir die Schreibzeit mit Kurzgeschichten, die in Finnland spielen.

5. Wie oft / viel Schreiben sie? Machen sie dies nur als Hobby oder als Beruf?
Im Schnitt schreibe ich zwei Stunden am Tag, und ich versuche jeden Tag zu schreiben, weil ich sonst richtig hibbelig werde. Aber es ist ein Hobby, meine Brötchen kann ich damit noch nicht verdienen.

6. Wie kamen sie zum Schreiben?
Ich habe schon immer gern gelesen. Lange habe ich aber geglaubt, selbst etwas zu schreiben, sei furchtbar mühsam, und ich könnte das gar nicht. Die Inspiration zu meinem ersten Buch ("Prinzessinnen stehlen nicht") kam mir während einer langweiligen Schifffahrt. Auf der Fähre gab es nichts zu tun, und das TV-Programm war mies. Also habe ich mir ein paar zarte Notizen gemacht. Zu Hause habe ich dann einfach mit dem ersten Kapitel begonnen. Ja, stellenweise ist das Schreiben wirklich mühsam, trotzdem kann ich es jetzt nicht mehr lassen.

7. Wo schreiben sie am Liebsten?
Ach, eigentlich schreibe ich überall gern, sogar auf dem Handy tippe ich Passagen. 
Ich brauche weder ein Kaminfeuer noch guten Rotwein oder eine Katze auf dem Schoß. 
Das ist natürlich alles nett, aber beim Schreiben blende ich die Umgebung aus. Nur meine Füße müssen warm sein, mit Eiszehen fällt mir gar nichts ein.


8. Haben sei ein Vorbild?
Milena Moser mag ich sehr.

9. Wie kamen sie dazu Self-Publisher zu werden?
Von anderen Autoren habe ich gehört, wie frustrierend die Suche nach einem Verlag sein kann. Außerdem sind die Tantiemen deprimierend niedrig. Standardverträge sehen weniger als 10 % vom Nettoverkaufswert eines Buches für den Autor vor. Da nehme ich die Sache doch lieber selbst in die Hand.

10. War es schwierig das Buch selbst zu veröffentlichen?
Es wird mit jedem Buch einfacher, weil man mehr Routine bekommt, besonders was die technische Umsetzung betrifft.

11. Wie war es das Buch das erste Mal in den Händen zu halten?
Toll! Nach dem Auspacken habe ich es an verschiedene Stellen meiner Wohnung gelegt und fand, dass es ein hübsches Ding geworden ist.

12. Wie kam die Idee zu dem Cover?
Das Cover basiert auf einer alten Lithografie von Ernst Haeckel. Die Hauptfigur des Buches ist Zeichnerin und bewundert solche Bilder.

13. Wie machen sie auf ihr Buch aufmerksam?
Durch Bloggerinnen, wie dich, die sich dafür interessieren, auf Facebook und auf meiner Homepage. Außerdem bin ich Mitglied des Autoren-Netzwerks Qindie, und dort unterstützen wir uns gegenseitig dabei, unsere Bücher bekannt zu machen.

14. Wie waren die ersten Rezensionen ihres Buches? Wie gingen sie mit den Meinungen um?
Die waren bisher nur gut, darum freue ich mich.

15. Kann man sie auch auf Social Media Platformen finden?

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