[Rezension] Perlenfrauen





Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?




Das Cover finde ich sehr schön, besonders da es in echt auch noch schimmert und glitzert. Dennoch hätte man noch mehr Bezug zum Inhalt nehmen können.



Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht. Er gibt nur einen Aspekt dieser vielschichtigen Geschichte wieder, wodurch man während dem lesen auf neue Erzählstränge trifft, die man so nicht erwartet hätte. Dennoch gibt er einen guten Einblick über die grobe Geschichte und ist wirklich gelungen.



Sophia war mir zu Beginn sehr unsympathisch, was aber durchaus beabsichtigt von der Autorin schien. Im Laufe der Geschichte konnte ich mich immer mehr mit ihr anfreunden und schlussendlich ist sie mir wirklich ans Herz gewachsen. Sie kann zwar oberflächlich und egoistisch sein, dennoch macht sie sich die meiste Zeit Gedanken um ihre Liebsten und wie sie diesen und auch sich helfen kann.

Insgesamt sind alle Charaktere schön herausgearbeitet, man bekommt Einblicke in viele Facetten der Personen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden durch die Persönlichkeiten wirklich aufgewertet und bekommen die nötige Tiefe.


Der Schreibstil von Katie Agnew hat mich wirklich gefesselt. Er ist leicht verständlich und klar. Sie beschreibt sehr präzise und dennoch nicht zu langatmig. Durch dezente Hinweise in den Erzählsträngen hat sie immer größer erdende Verbindungen geschaffen und man hatte am Ende eine schlüssige Gesamtgeschichte.



Es hat mich beeindruckt wie Katie Agnew es geschafft hat mich, trotz des relativ langen Vorlaufs der eigentlichen Geschichte, zu fesseln und die Einführung in die Charaktere auf mich wirken zu lassen. Dies war wichtig um sich wirklich auf die Geschichte einlassen zu können und sie mit allen Facetten zu verstehen. Die einzelnen Erzählstränge waren schön aufgearbeitet, auch wenn mir zu Beginn ihre Verbindung nicht klar war und mich auch die abrupten Wechsel verwirrt hatten, am Ende machte alles Sinn. 
Dennoch oder vielleicht auch deswegen waren einzelne Abschnitte sehr langatmig, was aber auch mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist. 
Es ist ein sehr schöner Roman für Zwischendurch, mit interessanten Charakteren und einer aufregenden Hintergrundgeschichte. Von mir bekommt das Buch 4/5 Punkte.




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